RauschStadtStille LauschenstattRauschen

„Lauschen statt Rauschen“

25 Jahre Haus Schwarzenberg in der Galerie neurotitan von 25.7.2020 – 15.8.2020

 

25.07.2020, 19 Uhr Live-Stream mit Performance auf

„Berlin a Live“

 

„Support your artist“

 

 

 

Wenn die Welt zusammenbricht,

Und keiner mehr sieht das eigene Licht.

Was als Nächstes kommt,  unklar bleibt

Und innere Unruhe in uns schreit.

 

Hach, es wäre auch zu schön gewesen,

hätten wir Luftballons schweben sehen.

Viele Farben in den Himmel bewegt,

Und dadurch Aufmerksamkeit erregt.

 

Ein Rauschen lebendiger Vielfältigkeit

Wird gedimmt von derzeitigem Leid.

Die Stadt gab keinen Mucks von sich,

Und jeder blieb für sich.

 

Doch achtsam mit all unseren Sinnen,

Fanden wir einen neuen Weg für drinnen.

So wird das Lauschen uns die Möglichkeit geben,

weiter nach Kunst zu streben.

 

Künstler sind wir und halten nicht an,

Suchten nach einem neuen Klang.

Sichtbar wollen wir bleiben,

Uns dem Großen mehr zuneigen.

So wird das große Rauschen erst einmal nach hinten gestellt,

Und das Lauschen ein wenig mehr erhellt.

 

Zum 25. Jubiläum des Haus Schwarzenberg planten wir, Kunst- und Kulturschaffende in und um Berlin Mitte, von Juli bis September 2020 Großes zu erleben – mit unserer Jubiläumsausstellung „RAUSCH STADT STILLE. Ausstellung & Performance – 25 Jahre Haus Schwarzenberg“. Eine Ausstellung, die zeigt, was wir aufgebaut haben, für was wir gekämpft haben, was wir erhalten durften, was wir in unseren Köpfen tragen – und die sich leider wegen der Coronakrise auf Mitte März bis Ede April 2021 verschoben hat.

Doch nun freuen wir uns, eine Teaserausstellung als Vorreiter für unsere Jubiläumsausstellung in der Galerie neurotitan zu präsentieren: Am 25.7.2020 eröffnen wir unsere neue Ausstellung: „LAUSCHEN statt RAUSCHEN“.

Aufgrund der aktuellen Umstände, mussten wir leider einen wichtigen Punkt reduzieren: Performance. Dennoch ist es für uns wichtig, das Künstlerwesen in dieser Stadt zu erhalten und wir haben uns dazu entschlossen, mit „LAUSCHEN statt RAUSCHEN“ eine minimalisierte Variante zu veranschaulichen.

Die Galerie neurotitan öffnet mit den vorgegeben Corona-Maßnahmen ihre Türen und wir nutzen diese Gelegenheit, für einander da zu sein, indem wir ihr frische Farbe verleihen wollen. Am Samstag, den 25.7.2020 um 19:00 Uhr wird als Vernissage ein LIVE-STREAMING zu sehen sein. Es werden drei Live-Performances gestreamt sowie eine Präsentation der Ausstellungsobjekte. Die LiveModeration übernehmen unsere Galionsfiguren Katrin und KAI.

Ab dem 27.7.2020 können Besucher*innen unsere „LAUSCHEN statt RAUSCHEN“-Ausstellung besichtigen.

 

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Rausch Stadt Stille“

Jubiläums-Ausstellung und Performances zu 25 Jahren Haus Schwarzenberg

 

 

Träume wachsen lassen.

Träume platzen lassen.

Träume neu kreieren.

Träume wieder verlieren.

Träume neu delegieren.

Träume wieder aufgeben.

Träume neu gestalten.

Träume realistisch machen.

Träume sichtbar machen.

 

25 Jahre besteht nun eins der wenigen Paradiese in Berlin Mitte.

Ein Ort, welcher Freiheit, Kunst, Kultur und Schaffenskraft verkörpert.

Ein Ort für Menschen, die sich an diesem Platz ein kreatives Zuhause aufgebaut haben.

Ein Ort, der niemals schläft.

Ein Ort namens Haus Schwarzenberg.

Damals wie heute inspiriert das Haus Künstler*innen, die ihre Träume mit ihrem Talent durchgesetzt haben. Egal ob Mieter*innen, Mitarbeiter*innen, Gäste oder Neugierige: Jeder Mensch, der einen Fuß in diese Höfe setzt, lässt für einen kurzen Moment die Zeit außer Acht, hält inne und realisiert, einfach sein zu können.

Es ist ein Zuhause für all diejenigen, die wissen, wonach sie streben.

25 Jahre stehen für einen langen Kampf gegen die Gentrifizierung.

25 Jahre sind geprägt von Menschen, die ihre kreativen Impulse entdecken konnten.

25 Jahre soll das Haus nun Geburtstag feiern und zeigen, worauf es stolz sein kann.

25 Jahre wir im Haus Schwarzenberg.

 

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Die Ausstellung „Rausch Stadt Stille“ präsentiert circa 55 Künstler*innen aus unterschiedlichen und vielfältigen Kunstrichtungen. Mitwirkende aus den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst sowie Performance wie auch Musiker*innen und Workshop-Gebende zeigen ihre Werke in der Galerie neurotitan Berlin – eine Ausstellung, die sich durch und durch mit Performance verbindet.

Diese Zusammenkunft soll ein Nachklang und Dankeschön für die gesamte Zeit des Haus Schwarzenberg sein. Jeder Mensch, der sich diesem Ort zur Verfügung gestellt hat, wird als Baustein dieser historischen Mauern verinnerlicht. Eine Art Echo, dass nicht überhört werden und zugleich in die Zukunft hallen soll.

 

Durch das Verewigen einer Persönlichkeit in einer Skulptur, trage ich zum Nachhall dieser Person in ihrem Sein und Schaffen bei. Das macht mich als Künstler in meiner Leidenschaft aus.“

Peter Schütze

 

Die Kurator*innen dieser Ausstellung bestehen aus KAI (Dead Chickens), Peter Schütze und der Berliner Tanzgemeinschaft S R & C o m p a n y, welche sich bereits seit November 2019 in vollen Zügen der Vorbereitung widmeten.

 

Kunst ist für mich, pure Lust und Sinnlichkeit zu spüren. Dabei aufgehen und Nichts anderes mehr um mich herum wahrnehmen. Im Moment leben. Morgen und Gestern vergessen können. Pur sein. Zeigen können, wer ich bin, was ich will und sagen kann.

Kein Verstecken und Verleugnen mehr. Kein Hinterfragen oder Pausieren. Macher sein. Schaffer sein. Wenn ich dieses Gefühl in meiner kleinen Welt empfinden kann, dann sehe ich mich als Künstlerin.“

Caroline Gerbeckx

 

Viele Kunstrichtungen sollen ineinanderfließen. Dieser explizite Fokus, der die gesamte Exposition bestimmt, wird den Ausstellenden und Performenden nicht vorgegeben, sondern sie finden selbst zueinander.

Wie eine Tonleiter, mit all ihren hohen und tiefen Noten, beobachte ich den menschlichen Körper. Die inneren Wellen und kleinen Zuckungen; sichtbar versteckte Ängste und geheimer Austausch von individuellen Bedürfnissen. Er ist für mich ein undefinierbares Instrument geworden, für den ich nicht aufhören kann, neue Werke zu komponieren.“

Andrew McGinn

 

Die Ausstellung dient als Dialog der Erinnerungen an damals bis heute. Verbindungen kreieren und weitere Wege ermöglichen. Die ständige Weiterentwicklung der Kunstschaffenden wächst noch dadurch an, dass jeder miteinander verbunden wird und dabei neue Fenster öffnet. Die eigenen Visionen spüren und wahrnehmen. Sie hören und zum sprechen bringen.

Egal, ob Musik eine Installationen erklingen lässt, eine Performance Metall umrahmt, Bewegungen Töne begleiten oder altes mit neuem Handwerk ins Bühnenlicht gerückt wird – alles soll möglich sein.

Die Flüchtigkeit des (eigenen) Lebens manifestiert sich in den Stoffen, die uns umgeben. Ihre eigenen Bewegungen festzuhalten, zu erzeugen oder zu verändern, die Materialität der gewählten Stoffe zu kontrastieren, etwa mit Mitteln der Porträtfotografie, sind Konstanten meiner Werke. So entstehen Porträts des Alterns oder Werke die das Eigene, Private und Individuelle autobiographisch untersuchen.“

Sandra Christine Dick

 

Künstler*in zu sein, bedeutet auch ein Risiko einzugehen. Die finanzielle Sicherheit bleibt aus. So wie das Haus Schwarzenberg auch von Jahr zu Jahr kämpfen musste, mussten es auch die „Bewohner*innen“ des Hauses. Doch hat man sich einmal dafür entschieden, diese Selbsterkenntnis durchzuziehen, lässt man sich auch nicht mehr vom Wege abbringen.

Selbstsicherheit bedeutet für mich als Künstlerin absolute Freiheit in meinem kreativen Erschaffen. Die Erkenntnis und den Mut zu haben, mein Wissen, meine jahrelangen Erfahrungen und mein Talent bewusst zu akzeptieren, erlaubt es mir stetig, mich weiterzuentwickeln, Grenzen zu überschreiten und mir ohne Angst das Wachsen zu ermöglichen.“

Katrin Holzapfel

 

Allen Widrigkeiten zu trotzen und Dinge durchweg in Bewegung zu halten, dafür steht das Haus. Die Uhr hört niemals auf, sich zu bewegen und wir haben die Möglichkeit, hier etwas zu zeigen von dem, was wir sind und uns ausmacht. Das innere Ticken als ein nicht stoppendes Karussell wahrnehmen. Entweder man springt ab, oder man genießt und spielt mit.

Ich wurde letztens gefragt, warum ich diese Ausstellung mit umsetzen möchte. Ich verstehe den Sinn dieser Frage einfach nicht. Aber vielleicht ist das auch meine Antwort darauf. Ich beziehungsweise wir können einfach nicht anders. Was wir zeigen und somit von uns preisgeben ist speziell, so wie wir selbst. Die Kunst verkörpert unsere Persönlichkeiten. Wir sind fester Bestandteil des Haus Schwarzenberg. Wir denken nicht viel darüber nach. Wir machen einfach.“

KAI

 

Dabei bleiben und nach vorne treten.

Eine Ära niemals zum Stillstand bringen.

Die Stadt ewig lebendig lassen.

Im Rausch dieser Zeit ein Zeichen setzen.

Wir feiern im „Rausch Stadt Stille“.